Immer wieder Sorgen Spekulationen und Gerüchte für Aufsehen auf internationaler Ebene. Auch in diesen Tagen brodelt die Gerüchteküche mal wieder. Im Fokus steht die Suchmaschine Bing. Aktuell wird über einen möglichen Verkauf von Bing durch Microsoft spekuliert. Den Anstoß zu den aktuellen Diskussionen lieferte die New York Times. In einem doch Aufsehen erregenden Leitartikel stellte die New York Times den Sinn von Bing für Microsoft in Frage. Ursprünglich wollte Microsoft mit Bing einen echten Konkurrenten für Google an den bringen. Doch noch immer ist Google unter den Suchmaschinen die unangefochtene Nummer eins. Um den Olymp zu erreichen, entschied sich Microsoft für Milliardeninvestitionen. Trotz der hohen Investitionen erreichte man die ursprünglich angepeilte Spitze nicht. Nun sind sich die Autoren der New York Times sicher, dass  sich ein Verkauf von Bing für Microsoft lohnen könnte.

Ist Bing ein Fass ohne Boden?

Die Milliardeninvestitionen, die Microsoft für Bing durchgeführt hat, waren nicht ohne. Doch nach Ansicht der New York Times entwickelt sich die Suchmaschine für den US-Konzern zunehmend zum Fass ohne Boden. Ein Ende der Verluste scheint darüber hinaus nicht in Sicht zu sein. Letztlich beliefen sich diese allein im vergangenen Geschäftsjahr auf eine stolze Summe von 2,6 Milliarden US-Dollar. Nach Käufern müsste Microsoft vermutlich nicht lange suchen. Es ist durchaus nachvollziehbar, dass es für Bing so manch einen Interessenten geben würde. Bing scheint alles in allem gegen seinen Mega-Konkurrenten Google nicht viel ausrichten zu können. Fakt ist, dass die Suchmaschine von Microsoft in den USA derzeit am stärksten ist. Doch auch dort erreicht sie mit Blick auf die Suchanfragen lediglich einen Anteil in Höhe von weniger als 30 Prozent.

Apple und Facebook als potenzielle Käufer

Auch beim Umsatz sieht das Bild von Bing nicht besser aus. Mit Blick auf den Umsatz beläuft sich der Anteil von Microsofts Suchmaschine nur auf 14,1 Prozent. Auch wenn das nicht viel ist, handelt es sich dabei um einen deutlichen Zuwachs. Immerhin konnte Microsoft den Umsatz um 30 Prozent erhöhen. Nach Ansicht der New York Times würden auch zwei potenzielle Käufer bereitstehen. Neben Facebook wird dabei vor allem der US-Konzern Apple genannt. Beide Konzerne hätten für Bing durchaus eine sinnvolle Verwendung. Doch während sich die Autoren des Leitartikels mit Blick auf den Verkauf einig zu seien scheinen, fallen die Reaktionen aus der Branche anders aus. Demnach wird Bing hier vor allem eine strategische Bedeutung zugesprochen, die langfristig wichtig für Microsoft ist.